Berufsfeuerwehr

Wer zur Berufsfeuerwehr möchte, kann sich für drei verschiedene Laufbahnen entscheiden. Es gibt den mittleren, den gehobenen und den höheren feuerwehrtechnischen Dienst. Im mittleren Dienst werden die Truppmänner, Truppführer sowie Gruppen-und Fahrzeugführer ausgebildet. Auch das Personal der Rettungsdienste ist meist im mittleren Dienst zu finden.

Im Innendienst gibt es Sachbearbeiter und Sachgebietsleiter und in den Landesdienststellen wie Schulen und Aufsichtsbehörden gibt es einige Lehrer und technische Mitarbeiter, die alle im mittleren Dienst arbeiten. Die meisten Feuerwehrbeamten gehören allerdings zum gehobenen Dienst.
Im gehobenen Dienst ist man normalerweise in der mittleren Führungsebene, bei kleinen Feuerwehren gehört man auch schon zur “Chefetage”. Man hat mindestens eine Zugführerausbildung und wird seltener als Fahrzeugführer, öfter als Zugführer oder Einsatzleiter eingesetzt. Im Innendienst arbeitet man als Sachbearbeiter, Sachgebietsleiter oder Abteilungsleiter, in kleineren Feuerwehren kann man auch als Leiter der Feuerwehr eingesetzt werden.

Wer im höheren feuerwehrtechnischen Dienst arbeitet, gehört zu der höchsten Führungsebene der Berufsfeuerwehr. Man übernimmt die Leitung der Feuerwehr, die Leitung von Bereichen oder Abteilungen und hat mindestens eine Verbandführer- und Stabsausbildung. In den Schulen und Aufsichtsbehörden sind Feuerwehrmänner aus dem höheren Dienst meist die Lehrbereichsleiter oder die Dezernats- und Referatsleiter. Da zum höheren Dienst nur etwa 500 Feuerwehrmänner in ganz Deutschland gehören, ist dort das Angebot nicht sehr groß – jährlich gibt es nur etwa bis zu 20 Neueinstellungen. Die meisten Chancen hat man im mittleren Dienst.

Wer bei der Berufsfeuerwehr arbeiten will, braucht für den mittleren Dienst mindestens einen Hauptschulaschluss und muss eine abgeschlossene Berufsausbildung im handwerklichen Bereich haben. In Berlin, Düsseldorf, Grevenbroich (NRW) und Hildesheim kann man zudem bei der Berufsfeuerwehr eine zweiteilige Ausbildung machen, in der man im ersten Teil die handwerkliche, im zweiten Teil die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr macht. Dafür braucht man die Fachhochschulreife. Ansonsten muss man für den mittleren Dienst bei der Berufsfeuerwehr eingetragener EU-Bürger sein und darf keine arbeitseinschränkenden gesundheitlichen Probleme haben. Der gesundheitliche Zustand muss so gut sein, dass bis zum Erreichen der Rente keine Arbeitsunfähigkeit zu erwarten ist.

Auf der Internetseite der Berufsfeuerwehr seiner Wahl oder per Telefon kann man herausfinden, welche Unterlagen man für eine Bewerbung bei der Berufsfeuerwehr einschicken muss. Nach einigen Tests wird in einem strengen Auswahlverfahren der neue Auzubildende festgelegt.

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