Blaulicht, Martinshorn, Signalfarbe – die Feuerwehr

Seit Jahrtausenden ist die Feuerwehr für die Bekämpfung von Bränden zuständig. So gab es schon im Alten Ägypten erste Löschtrupps, die bei Feuern schnell eingreifen konnten. Doch weil die Anzahl der Brände in Deutschland in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurückgeht, übernimmt die Feuerwehr heute zusätzlich zu ihrer ursprünglichen Aufgabe noch viele weitere wie etwa das Bergen von Unfallopfern, Hilfe bei Überschwemmungen oder Katastrophenschutz. Drei Erkennungsmerkmale sind für alle Einsätze der Feuerwehr essentiell. 

Das Blaulicht

Wie viele andere Hilfsdienste setzt auch die Feuerwehr an ihren Fahrzeugen Blaulicht ein, um im Notfall von anderen Verkehrsteilnehmern besser und schneller wahrgenommen zu werden. Das Blaulicht ist eine spezielle Form der Rundumkennleuchte, bei der die Leuchte stetig um 360 grad gedreht wird, um zu allen Seiten hin zu leuchten und dadurch ein Warnsignal, dass jedem sofort auffällt, da es im Straßenverkehr sonst nirgendwo vorkommt, auszusenden. In Deutschland wurde das Blaulicht an Fahrzeugen der Feuerwehr im Jahre 1933 im Zuge der Kriegsvorbereitungen der Nationalsozialisten eingeführt, da es aufgrund seiner enorm hohen Streuung in der Atmosphäre für Bomber in großer Flughöhe nicht auszumachen war. Zunächst war das Blaulicht allerdings statisch, erst in den 50er Jahren wurde die Rundumkennleuchte eingeführt. An Privatfahrzeugen darf laut Gesetz kein Blaulicht angebracht werden, Blaulicht für zu Hause ist hingegen erlaubt.

Das Martinshorn

Das Martinshorn ist eine spezielle Form eines sogenannten Folgetonhorns, also einer Installation an Fahrzeugen, die schnell aufeinander folgende Tonsignale in verschiedenen Grundfrequenzen abgibt, um dadurch ein Warnsignal zu erzeugen. Bei der Feuerwehr kommt das Martinshorn zum Einsatz, um andere Verkehrsteilnehmer aufzufordern, den Weg für die Einsatzwagen freizumachen. Seinen Namen verdankt das Martinshorn seinem Erfinder Max Martin, dessen Firma es 1932 im Auftrag der Regierung entwickelte. Die Signaltöne wurden dabei aus dem ursprünglichen Metier der Firma Martin, dem Bau von Jagdhörnern und Kavallerietrompeten, entlehnt. Entweder von dem Jagdsignal für “Halt” oder dem Hornsignal der Kavallerie für “Straße frei!”. Martinshorn und Blaulicht müssen von der deutschen Feuerwehr stets in Verbindung angewendet werden. Der akustische Unterschied zwischen dem Ton des Martinshorns der Feuerwehr und dem anderer Rettungsdienste ist dadurch bedingt, dass die großen Feuerwehrwagen noch echte Hörner benutzen, bei denen der Ton mithilfe von Druckluft erzeugt wird, andere Rettungsdienste mit kleineren Fahrzeugen diesen hingegen elektronisch erzeugen.

Die Warnfarbe

Die Farbe der Feuerwehr in Deutschland ist eine sogenannte RAL-Farbe, also eine von der RAL GmbH hergestellte und normierte Farbe. Ihre offizielle Bezeichnung ist Feuerrot und ihre Kennzeichnung RAL 3000. Sie wurde in erster Linie wegen ihrer Auffälligkeit als natürliche Warnfarbe gewählt und wird seit den 30er Jahren verwendet.

Filed in: Allgemein Tags: , , ,

Leave a Reply

Submit Comment
© 2017 Feuerwehr Onlineportal. All rights reserved. XHTML / CSS Valid.