Jugendfeuerwehr

Der Bundesverband Deutsche Jugendfeuerwehr ist die Jugendabteilung der freiwilligen Feuerwehr. Es gibt den Verband bereits seit dem Jahr 1964, die erste Jugendfeuerwehr überhaupt wurde im Jahr 1885 auf Föhr gegründet. In Deutschland sind über 260.000 Jugendliche in den verschiedenen Feuerwehren Mitglied. Die Deutsche Jugendfeuerwehr ist eine Organisation, die sich hauptsächlich aus ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammensetzt. Die Bundesjugendleitung und die Vorsitzenden der Fachausschüsse bilden die Spitze des Verbandes.

In der Jugendfeuerwehr sollen Kinder und Jugendliche auf die Arbeit bei der Feuerwehr vorbereitet werden. In den meisten Fällen können die Teilnehmer später auch in der freiwilligen Feuerwehr arbeiten, sofern sie das entsprechende Alter erreicht und die entsprechenden Qualifikationen erworben haben. Um in Deutschland Mitglied bei der Jugendfeuerwehr zu werden, muss man mindestens 10 Jahre alt sein, in einzelnen Bundesländern auch schon 12. Für kleine Kinder ab 6 Jahren gibt es aber auch schon vereinzelt Kindergruppen, in denen erste Kontakte mit der Feuerwehr hergestellt werden. Den Kindern wird dort beigebracht, wie sie sich in Gefahrensituationen richtig verhalten. Die erste Kinderfeuerwehrgruppe wurde im Jahr 1992 in Frankfurt gegründet. Um dann später aktiver Teil der freiwilligen Feuerwehr zu werden, muss eine “Truppmannausbildung” absolviert werden. Je nach Bundesland muss man für die Freiwillige Feuerwehr mindestens 16 oder 18 Jahre alt sein.

Die Jugendfeuerwehr bietet den Jugendlichen wichtige Einblicke in die Aufgabenbereiche der Feuerwehr, gleichzeitig soll auch so derzeitigen Personalsorgen entgegen gewirkt werden. In vielen Orten ist die Jugendfeuerwehr die wichtigste Nachwuchsquelle der freiwilligen Feuerwehr.
Die Ausbildung bei der Jugendfeuerwehr findet in Gruppen meist einmal wöchentlich statt und es werden die Grundtätigkeiten des Feuerwehrdienstes unterrichtet. Geschicklichkeit, Beweglichkeit und Allgemeinwissen werden ebenfalls trainiert. Die meisten Jugendfeuerwehren bieten auch außerhalb der Feuerwehr Aktivitäten an, wie zum Beispiel Ausflüge, das Veranstalten von Zeltlagern oder Fußballspielen. So soll die Kameradschaft und das Gemeinschaftsgefühl gesteigert werden. Fortschrittliche Feuerwehren zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass die Mitglieder der Jugendfeuerwehr auch schon früh den Kontakt zu den “großen” Feuerwehrmännern pflegen. Es werden gemeinsame Aktionen veranstaltet und den Kleinen wird so vermittelt, dass sie bereits ein wichtiger Teil der freiwilligen Feuerwehr sind.

Die Regelungen, ab wann und inwieweit die Jugendlichen schon an Einsätzen teilnehmen dürfen, unterscheiden sich innerhalb der verschiedenen Landkreise.

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