Was tun bei einem Wohnungsbrand?

Wohnungsbrand

Wohnungsbrand

Bei einem Wohnungsbrand spielt das Verhalten der Bewohner in den ersten Sekunden und Minuten eine entscheidende Rolle für das Leben von Mensch und Tier sowie materielle Werte. Eigene Löschversuche neben den ersten Notfallmaßnahmen hängen auch von der Ursache des Brandes ab.

Wohnungsbrand – Maßnahmen im Telegrammstil

Die wichtigsten Maßnahmen sind zunächst wie folgt zusammenzufassen:
1. Tür zum Brandraum schließen, wenn sich dort niemand aufhält
2. Feuerwehr über 112 rufen (auch mobil, auch ohne aufgeladene Karte): Was brennt wo, wer meldet den Brand, sind Personen in Gefahr?
3. Rettung von Personen, Warnung von Mitbewohnern, Evakuierung – keine Aufzüge, sondern gekennzeichnete Fluchtwege benutzen!
4. Löschversuch ohne eigenes Risiko, wenn dieser erfolglos bleibt: abbrechen, Raum verlassen, Tür schließen, aber nicht verschließen!
5. Abschalten von Gas und elektrischen Anlagen (Hauptschalter/-hähne schließen, sofern zugänglich)
6. Einweisung der Feuerwehr

Dieser Ablauf ist ein Standard bei jedem Wohnungsbrand, der immer eingehalten werden sollte. Im Detail ist bei den Punkten 4. und 5. zu differenzieren, besonders die eigenen Löschversuche müssen gut bedacht werden. Sie von vornherein zu verwerfen ist falsch. Es gibt durchaus Brände, die selbst bekämpft werden können, zum Beispiel Papier- und Müllbrände, die bei einem Wohnungsbrand noch lokal begrenzt sind. Der eigene Löschversuch unterbindet hier größeren Schaden und ist mit Wasser ohne große Gefahr durchzuführen. Beim geringsten Zweifel – ob sich etwa brennbare Flüssigkeiten in der Nähe befinden, ob eine Verpuffung droht – ist der Löschversuch zu unterlassen. Gas- und Stromzugänge abzusperren ist immer hilfreich, sie müssen aber zugänglich sein. Bedenken Sie, dass Sie einen verrauchten Raum nicht mehr betreten können, auch nicht mit einem Tuch um den Mund. Die Feuerwehr betritt ihn mit Gasmaske, und zwar – auch bei simplen Wohnungsbränden – auf dem Boden robbend. Der ungeschützte Mensch wird durch Kohlenmonoxid und andere Gase binnen Sekunden bewusstlos.

Die häufigsten Brandursachen in Wohnungen

Nummer eins bei den Ursachen für einen Wohnungsbrand sind nach wie vor elektrische Geräte, sie sind für knapp ein Viertel aller Brände verantwortlich. Als besonders gefährlich erweisen sich immer wieder Heizdecken und -kissen, Kühlschränke und Bügeleisen. Auch der Stand-by-Modus von TV, PC und HiFi-Anlage kann bei Überlastung zu einem Brand führen. Nicht abgeschaltete Herdplatten mit Töpfen darauf oder Plastik in der Nähe lösen ebenso einen Wohnungsbrand aus wie vergessene Brötchen im nicht abgeschalteten Backofen. Mit Fett verschmutzte Dunstabzugshauben, Heizstrahler, nicht gereinigte Kamine, in ihrer Nähe gelagertes Brennmaterial, der gute alte Weihnachtsbaum und Adventskränze und dann erst Rauchen im Bett folgen auf der Prioritätenliste der Ursachen für einen Wohnungsbrand.

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